#Garten auf dem #Dach und an der #Wand: So wird das Klima in den Städten besser

  • Die Dachbegrünung und Fassadenbegrünung ist mehr als nur ein Beitrag zum #Klimaschutz

Mintraching, 21. Mai 2024

Die erforderlichen Ausgleichsflächen werden umso knapper, je mehr Bodenflächen durch die Bebauung mit dringend benötigtem Wohnraum und Gewerberaum versiegelt werden.

Dabei gibt es sehr naheliegende Ausgleichsflächen – im wahrsten Sinne des Wortes: Die Begrünung von Dächern ist nicht nur ein »Statussymbol« für betuchte Penthausbesitzer, sondern ein wertvoller Beitrag zum Klimaschutz. Die Realisierung dieses Beitrags sollte allerdings ausschließlich für Dacharbeiten qualifizierten Betrieben – also #Dachdecker-Fachbetrieben – überlassen werden.

Gerade die jahrelange zuverlässige Abdichtung ist bei einem Gründach von enormer Wichtigkeit, denn ein »Garten auf dem Dach« ist eine sinnvolle Entscheidung für die Zukunft und keine kurzfristige Baumaßnahme. Gründächer bieten aufgrund ihrer großen Masse einen hervorragenden Schallschutz – sowohl für Schallemissionen von innen nach außen als auch für eine ausgezeichnete #Schalldämmung von außen nach innen – wie etwa in Einflugschneisen.

Weiterhin besitzen begrünte Dächer eine ausgezeichnete Speicherkapazität für #Niederschläge. Das entlastet einerseits das Kanalnetz bei extremen Niederschlagsmengen, weil die Wassermengen verzögert abgeführt werden. Andererseits erzeugt die gespeicherte Feuchtigkeit Verdunstungskälte. Das Gründach trägt also – ebenso wie begrünte Fassaden – zu einer #Klimatisierung des Gebäudes bei. Und dazu benötigt es keinerlei eigenen Energieeinsatz [Begrünte Fassaden tragen praktisch nichts zur #Klimatisierung von Gebäuden bei. Sie dienen bestenfalls im Kanon der »Klimatisierung« von Straßenzügen. Anm. d. Red.].

Wichtig für die #Natur ist, dass begrünte Dächer und Fassaden #Minibiotope darstellen und für viele Nutzinsekten und Vögel ein neues »Zuhause« in den dicht bebauten Metropolen bieten.

Gründächer können inzwischen von Dachdecker-Fachbetrieben übrigens nicht nur auf Flachdächern angelegt werden. Ebenso sind begrünte Steildächer möglich. Um den fachlich richtigen Schichtaufbau für eine intensive oder extensive Begrünung anzulegen, sollte kein Immobilienbesitzer auf vermeintliche Billiganbieter oder Do-it-Yourself-Lösungen setzen. Bereits eine mangelhaft ausgeführte Wurzelsperre kann beim Billigangebot zur teuren Erfahrung werden. Ebenso sollte auch die Bepflanzung ausschließlich erfahrenen Fach-Handwerkern überlassen werden. Auch kann eine fehlende, aber vorgeschriebene Notentwässerung zu Schäden an der Dachkonstruktion führen. Außerdem wird ein #Dachdecker-Fachbetrieb vor der Planung und Realisierung prüfen lassen, ob die #Dachstatik überhaupt für eine schwergewichtige Begrünung geeignet ist.

Gibt es auch vom Statiker grünes Licht für die Begrünung, ist sie in jedem Fall eine Bereicherung der #Natur und Dachlandschaft und ein wertvoller Beitrag für die Klimatisierung der Städte.

Die Kontaktdaten qualifizierter Dachdeckerbetriebe gibt es kostenlos bei den regionalen Dachdecker-Innungen oder im Internet.

»HF.Redaktion« Harald Friedrich

Vordenken, nachdenken, mitdenken: Die »HF.Redaktion« ist das Büro des freien Journalisten Harald Friedrich. Schwerpunkte der Arbeit der »HF.Redaktion« sind die Pressearbeit unter anderem für Handwerksverbände und Unternehmen sowie das Verfassen von Fachberichten und redaktionellen Beiträgen im Bereich #Bauen und #Wohnen, die auch Nicht-Fachleute verstehen. Das Arbeitsspektrum umfasst ebenso die Erstellung kompletter Publikationen – von der Recherche über Text und Bild bis zur Druckdatei. Ob es um Verbandsorgane oder Mitarbeitermagazine geht. Mehr