#Klinikum #Gütersloh: Endometriose im Fokus, Selbsthilfegruppe trifft sich ab 21. Mai 2024

Gütersloh, 15. Mai 2024

Bis vor einigen Jahren war #Endometriose eine kaum ernstgenommene #Erkrankung. Betroffene Frauen haben oft jahrelang gewartet, bis sie die richtige Diagnose bekommen haben. Inzwischen hat der Bund rund 5 Millionen Euro für die Grundlagenforschung bereitgestellt. In Gütersloh hat sich die 1. #Selbsthilfegruppe zu Endometriose gegründet.

Marisa Landwehr ging es wie vielen Frauen: Viele Jahre hat sie unter Regelschmerzen gelitten, die so stark waren, dass sie sich erbrechen musste. »Ich war bei verschiedenen Ärzten, aber es hat lange gedauert, bis ich die richtige Diagnose bekommen habe. Schule, Klassenarbeiten, Treffen mit Freunden, ich habe irgendwann richtige Ängste entwickelt, dass ich mein Leben mit diesen Schmerzen nicht mehr bewältigen kann.«

Heute fühlt sie sich wieder wohl in ihrem Körper und hat dank einer Hormontherapie die Endometriose unter Kontrolle und keine Angst mehr vor extremen Schmerzen. Um anderen Frauen die oft jahrelange Ungewissheit und Suche nach der richtigen Diagnose zu ersparen, hat sie einen Film über Endometriose gedreht. Der #Film wurde in dieser Woche zum 1. Mal im Rahmen eines Themenabends im Klinikum Gütersloh gezeigt. Die Regisseurin und Kamerafrau aus Halle hat im Anschluss an die Premiere mit Interessierten und Betroffenen darüber gesprochen, wie sie mit der Diagnose Endometriose lebt und was ihre Motivation für den Film war.

Im Anschluss an den Vortrag hat Dr. med Nurgül Akyol, Oberärztin der Klinik für #Frauenheilkunde und #Geburtshilfe am Klinikum Gütersloh die medizinischen Hintergründe der Endometriose erläutert. Endometriose ist eine chronische Krankheit, bei der Zellen, die denen in der Gebärmutter – dem Endometrium – sehr ähnlich sind, an anderen Stellen des Körpers auftreten. Etwa am Bauchfell, an den Eierstöcken, in der Blase oder im Darm. Diese Herde unterliegen dem hormonellen während des Zyklus der Frau und verursachen insbesondere starke Schmerzien. Dr. med Nurgül Akyol: »Wir können Endometriose mit Hormonpräparaten und durch eine Operation sehr gut behandeln, aber wir brauchen dringend mehr Grundlagenforschung in diesem Bereich, um Frauen noch schneller und gezielter helfen zu können.«

Anders als noch vor einigen Jahren wird Endometriose inzwischen häufiger diagnostiziert. Laut Zahlen des Zentralinstitutes für die kassenärztliche Versorgung stellen Endometriose inzwischen bei knapp 10 von 1.000 Frauen fest, das ist ein Anstieg um 65 Prozent im Vergleich zu 2012. Nach Ansicht der #Wissenschaftler liegt das an einem verstärkten #Bewusstsein für die #Krankheit bei Patientinnen und Ärzten. Dennoch dauert es häufig noch mehrere Jahre, bis die betroffenen Frauen die richtige #Diagnose bekommen.

Die Bürgerinformation Gesundheit und Selbsthilfekontaktstelle des Kreises Gütersloh (#BIGS) hat deshalb eine Selbsthilfegruppe zum Thema Endometriose ins Leben gerufen. »Wir wollen für das Thema sensibilisieren und betroffenen Frauen helfen, schneller Hilfe und eine gute Behandlung zu finden«, erklärt Jenny von Borstel von der BIGS.

Die Selbsthilfegruppe trifft sich zum ersten Mal am Dienstag, 21. Mai 2024, um 19 Uhr, im Klinikum Gütersloh.

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